Hallo Maren,
ich kenne diese "Panik" vor Insekten von meiner Tochter auch. Vor kurzem hatte sie auch so eine Phase, in der sie überhaupt nicht mehr in Ruhe essen konnte, sobald auch nur eine Fliege in ihrer Nähe war.
Ich würde Dir unbedingt empfehlen, diese "Angst" nicht zuu sehr zu beachten. Natürlich kann und sollte man ein wenig zu den Insekten erklären. Aber wenn Du oder Ihr zu viel Gewese um das Ganze macht, kann sich diese Angst sogar noch verstärken. Manchmal reicht es schon aus, dass ein Kind vor etwas erschrickt, schreit, die Eltern aufgeregt angerannt kommen, es trösten (was erstmal eine ganz verständliche Reaktion ist) - und beim nächsten Mal passiert genau das Gleiche oder wird sogar noch schlimmer.
Ich würde ihr in einer ruhigen Minute erklären, dass es keinen Grund dafür gibt, so zu schreien, wenn mal eine Spinne oder eine Fliege auf ihrem Arm sitzt und Ihr nicht jedesmal reingehen könnt, wenn ein Krabbeltier zu sehen ist. Ja - und dann würde ich in dem Moment, in dem sie wieder anfängt, so ein Geschrei zu machen, ganz ruhig bleiben, sie NICHT trösten, das Tier entfernen und mit dem, was ich davor gemacht habe, weitermachen.
Das klingt vielleicht jetzt hart, aber ich denke, nur so kannst Du ihr zeigen, dass keiner aufgeregt ist, nur weil mal ein Insekt zu sehen ist. Erklärungen kommen in dem Moment doch gar nicht an. Und wenn sich in dem Moment, wo mal ein Insekt zu sehen ist, alle so sehr um sie bemühen und ihr verstärkt Aufmerksamkeit schenken, warum sollte sie sich dann anders verhalten? Klar macht sie das nicht bewusst, aber gerade kleine Kinder lernen noch ganz viel über "Versuch und Irrtum" und da kann man ganz ungewollt Vieles durch zu große Aufmerksamkeit verstärken, was man eigentlich durch Erklärungen verringern möchte.
Ich wünsche Euch, dass Ihr bald wieder aus dieser Phase herauskommt!

Linda