Da die Entbindung unserer Nr. 3 eigentlich recht schön war, nur die Hebamme das Geburtserlebnis sehr gemindert hat, werde ich Sachen, die wegen der Hebamme eine Rolle spielten in rot schreiben und in Klammern setzten.
Die Schwangerschaft:
Ich erfuhr erst Ende März von der
Schwangerschaft. Ich musste irgendwann Ende Januar-Mitte Februar schwanger geworden sein. Genau konnte man das nicht sagen, da ich meinen Sohn noch voll stillte und noch nicht meine Periode wieder hatte. Jedenfalls habe ich am 16.2. noch meine Ausbildung beendet, am 19.2. war der 5. Geburtstag meiner Großen und am 20.2. war die Nachfeier. Kaum war das letzte Kind gegangen ging es mir rapide schlecht, ich bekam sofort Fieber und Schüttelfrost. Ich baute die Tage über immer mehr ab, hatte ich mir zu viel zugemutet angefangen davon, dass ich bis einen Tag vor der Entbindung von Patrice zur Schule gegangen war und eine Woche nach der Entbindung wieder in der Schule war?! Das mein GG im November und Dezember im Krankenhaus lag und ich für meine Prüfung lernen musste, alleine mit beiden Kindern und mich dann noch fast jeden Tag ins Krankenhaus bemühte zu meinem Schatz?! Jedenfalls hatte es mich ordentlich erwischt. Ich zögerte meinen Zustand noch einige Tage heraus, ehe ich Arztfan (Ironieoff) zum Arzt gegangen bin. Die erste war total überfordert und musste gleich ihre Kollegin anrufen. Blut wurde abgenommen, EKG geschrieben...mein Entzündungswert war über 140 (normal unter 5)..ich hatte vorerst eine sehr starke Lungenentzündung und musste dann Antibiotika nehmen ( Amoxicillin wegen des Stillens) und es wurde mir geraten abzustillen um ggf. zu stärkeren Medikamenten greifen zu können. Patrice war zu dem Zeitpunkt 9 Monate. Ich musste alle 2 Tage zum Arzt EKG schreiben und Blut
abnehmen. Ich versuchte das Stillen runter zu schrauben, was auch etwas gelang, nun ging es mir aber nicht wirklich besser, ich musste zum Kardiologen, der Herzmuskel hatte sich mit entzündet. Ich bekam ein anderes Antibiotikum und mir ging es lnagsam besser. Einen Tag nachdem ich beschwerdefrei war (10.März), machte meine Gallenblase Zicken und ich brach zu Hause zusammen...toll, das beide Kinder zu dem Zeitpunkt da waren und mein GG gerade erst von der Ausbildung kam und sofort den Krankenwagen rief. Ich kam ins Krankenhaus Blutdruck 60/40 und dann war ich 1,5 stunden ohnmächtig...3 Tage später wurde mir die Gallenblase entfernt und einen Tag darauf durfte ich dann wieder nach Hause. Ein paar Tage später hatte ich wegen eiem Abstrich einen Termin beim
FA. Dieser schallte auch vorscihtshalber mal und stellte fest, dass ich schwanger bin...Was für ein Schreck!!! Nach der Vorgeschichte. Wir wussten wirklich nicht, was wir machen sollten und entschieden uns dann alle Vorsorgeuntersuchungen so genau wie möglich wahrzunehmen und demnach zu entscheiden. Immer war alles tiptop mit dem Baby. Der
Entbindungstermin war der 10.11.2011
Ich selber hatte ja am 7.11.2011 Geburtstag, mal schauen, ob ich meinen Tag für mich alleine haben würde oder ihn in Zukunft teilen müsste

Wir wollten uns das Geschlecht nicht sagen lassen, da wir ja schon beides haben. Aber hätte ich gewusste, wie man damit noch mehr die Vorfreude auf das Kind steigert, hätte ich es mir bei keinem sagen lassen.
Die
Schwangerschaft verlief weiterhin gut, immer alles zeitgerecht entwickelt und alles funktionstüchtig.
Mein GG tippte auf nen Mädchen, ich auf nen Jungen.
07.11.2011 Am Tag vorher ging es meinen beiden Kindern nicht optimal, woraufhin wir fast meinen Geburtstag abgesagt hätten. Jedoch fingen sie sich beide wieder, so dass ich allen am Vormittag zusagte. Mein GG hatte es nicht mal geschafft für mich nen Kuchen zu backen oder ne Karte zu schreiben oder die Kinder zu animieren mir nen Bild zu malen...ich war echt frustriert

Ich kotzte mich nochmal ordentlich im BF aus, wie blöd da salles ist und ich jetzt alleine hier am rumwirbeln bin. So ab 15 Uhr trudelten peu à peu alle Freunde und Verwandte ein. Die schönste Überraschung war Vicky, die extra angereist ist

Ich bediente alle bekam merkwürdiger Weise viele Sachen in rosa geschenkt z.B. Kuschelkissen und Blumen usw. Dabei mag ich gar kein rosa. Es wurde daraufhin gewitzelt, dass es auf jeden Fall nen Mädchen wird. Bis um 21:30 Uhr waren alle Gäste gegangen, nur Vicky blieb etwas länger. In unserem anschließenden Gespräch merkte ich dann langsam Wehen, so alle 12 Minuten. Um 22:30 meinte ich zu Vicky, dass es glaub ich besser wäre, wenn wir noch etwas schlafen könnten, wer weiß wenn es wirklich los geht. sie verabschiedete sich dann noch von uns. Ich meinte dann noch zu GG, dass wir noch unbedingt nen Bauchfoto brauchen, weil wir in der ganzen
Schwangerschaft kein Bauchfoto gemacht haben. So entstand das einzige Foto um 22:46 Uhr. Wir legten uns schlafen und um Punkt 0 Uhr war ich wach und konnte nicht mehr schlafen.
08.11.2011
Die Wehen kamen alle 6 Minuten, waren noch gut zu veratmen, aber ich machte GG schon etwas wach und sagte, dass ich mal meine Mutter anrufe, in der Hoffnung, dass sie noch wach ist. So lange war sie ja noch nicht zu Hause gewesen. Sie war noch wach, meinte aber, ich solle nochmal anrufen, wenn ich Dennis wach gemacht hätte. Also noch kurz an den PC gegangen, mich versucht bei Facebook abzulenken und um 0:30 Uhr wieder Dennis wach gemacht...er meinte, er steht jetzt auf, ich solle dann noch mal bei meiner Mutter anrufen...ich hab ihm gesagt, dass ich da jetzt nicht noch mal anrufe, er kann ja mal etwas Druck bei ihr machen, damit sie herkommt. Sie war dann um 0:50 Uhr da und wir sind direkt ins KH gefahren. Die Wehen waren zwar noch gut zu veratmen, aber ich hatte Schiss, dass wenn wir noch zu Hause blieben, ich mich auf eine dämliche Diskussion mit meiner Mutter einlassen müsste, warum sie nun schon da sein müsste. Hätte ich später angerufen, hätte ich Angst gehabt, sie nicht mehr wach zu bekommen.
Als wir im KH ankamen meinte Dennis sich noch nen Kaffee holen zu müssen, der Automat funktionierte nicht, also lief er zum zweiten, während ich schon die Treppen hochkraxelte zum Kreissaal hin. Um 1:15 Uhr waren wir im Kreissaal angekommen. Die Hebamme begrüßte uns relativ lustlos, fragte mich weswegen ich da sei, ich meinte noch lachend, das ich alle 6 Minuten Wehen habe. Sie legte mich dann ans CTG an. 1:50 Uhr, das CTG war fertig geschrieben, alle 6 Minuten Wehen wie ich ja gesagt hatte. Die Hebamme untersuchte dann den
Muttermund (Sie haben ganz schön Ausfluss, ich glaub Sie haben eine Infektion, da wird das nichts mit der Wassergeburt) Ich hatte nämlich beim Anmelden gesagt, dass ich genauso eine
Wassergeburt wünsche, wie beim ersten Kind. Ich meinte zu ihr, dass ich die ganze
Schwangerschaft über verstärkt Ausfluss gehabt hätte und nie eine Infektion festgestellt wurde. Sie meinte dann
( Ich muss Sie eh noch beim Gynäkologen vorstellig werden lassen, da die anderen beiden Kinder jeweils über 4000g gewogen haben bei der Geburt und ab 4000g keine Wassergeburt gemacht wird. Im Übrigen deutet noch nicht wirklich was auf die Geburt hin, der Muttermund ist fest verschlossen und das Köpfchen noch überhaupt nicht im Becken)
Alles klar, wir sind also zum
Frauenarzt ins Zimmer, er hat mich untersucht, keine Anzeichen einer Infektion, vorsichtshalber noch mal nen Ultraschall gemacht, um das Gewicht zu schätzen, er tippte auf 3200g. Mein Baby lag wirklich noch nicht im Becken und schaute uns direkt an, also ein Sterngucker. Der
Frauenarzt war sich sicher, dass ich genug Kraft habe auch dieses Kind komplett ohne Schmerzmittel zu bekommen. Und meinte: "Sie werden das Kind in den nächsten 24 Stunden bekommen und von ihm aus steht der
Wassergeburt nichts im Wege. Zu der Hebamme meinte er:" Sie solle sich schon mal nen Taucheranzug besorgen, wenn sie es so eklig finden würde und wann sie denn Schichtwechsel hätte?" Leider erst um halb sieben

Danach zeigte die Hebamme uns alle Kreissäle und ich meinte, dass ich den mit der Wanne trotzdem haben will. Darauf hin sie
(Dann muss ich Ihnen aber einen Einlauf geben, das wird hier so gemacht) Mein Einwand, dass ich damals bei meinen anderen beiden Geburten auch keinen Einlauf hatte und eh schon unter den Wehen 3x auf Toilette war, nahm sie nicht wirklich wahr. Also musste ich den Einlauf über mich ergehen lassen, es war ca. 2:45 Uhr, ich hielt ihn fast ne viertel stunde und es tat sich rein nichts, dann war es mir zu blöd und ich schied das Wasser komplett klar wieder aus. Als ich wieder kam meinte sie, und? Ich: Nichts und, es kam so raus, wie es rein kam, hab ich Ihnen doch gesagt. Im Selben Moment kam eine starke Wehe, ich lehnte mich aufs Gebärbett und meinte, sie solle mir mal nen Schälchen geben, mir wäre schlecht. Kurz darauf erbrach ich mich,
sie untersuchte erneut, vorher spritze sie aber ordentlich Desinfektionsmittel in mich rein, da sie fest der Überzeugung war, dass ich ne Infektion hatte. Um die Wanne mal mit Wasser zu befüllen, daran vergeudete sie keinen einzigen Gedanken. ca. 3:20, der
Muttermund war bei 5cm.
Von nun an kamen die Wehen Schlag auf Schlag, die Hebamme befestigte noch irgendwie das CTG, verlangte von mir, dass ich mich auf das Gebärbett lege, es müsse noch ein Zugang gelegt werden. Sie wusste ganz genau, dass ich die Wehen im Liegen nicht veratmen kann, das hatte ich ihr zu Beginn gesagt. Die Ärztin kam, um mir den Zugang zu legen. Dennis fragte, warum denn meine Hand plötzlich so dick werden würde...Hebamme:
" Ach, da ist nur ein Gefäß geplatzt"
Ich war nur noch am Auauauauauauauaua sagen, da die Wehen tierisch schmerzten und sie mir meine Hände zerstachen.
Die Hebamme meinte, sie würde noch mal nach dem Muttermund schauen, der war um 3:40 komplett auf. Natürlich spritzte sie vorher wieder Unmengen Disinfektionszeug in mich rein. Sie sagte dann noch Tripper bzw. Syphillis wird es schon nicht sein 
Ich kam mir wirklich eklig vor, als ob ich ständig wechselnde Geschlechtspartner hätte, oder Dennis...wir haben drei gemeinsame Kinder...ich war echt

Jedenfalls fragte sie mich, ob ich jetzt pressen wolle, oder ob sie die Fruchtblase öffnen solle. Die Fruchtblase würde sonst beim Pressen platzen...das hatte ich schon bei meinem Sohn und fand das gar nicht angenehm...also bat ich sie, dass sie sie öffnet. Sie tat es und sagte gleich darauf, das Fruchtwasser war eh schon grün, da wäre eh keine
Wassergeburt möglich gewesen
(Das ist mir auch klar, aber das wusste man ja vorher nicht und sie hat sich eh nicht bemüht, mal die Wanne fertig zu machen...zu meinen GG meinte sie im Übrigen, als ich nach dem Einlauf auf Toilette war, dass Wassergeburten eklig sind und sie da niemals reinfassen würde und es total schädlich für das Kind sei...da hat wohl jemand seinen Beruf verfehlt)
Jednefalls waren die Wehen plötzlich komplett weg. Ich meinte dann und nun, ich hab keine Wehen mehr?! Von jetzt auf gleich von 200 auf 0 runter...sie meinte dann, entweder wartet man, oder ich versuche auf gut Glück zu pressen, ich tat also das zweitere und presste zweimal und flupp, um 3:46 Uhr war das Kindchen da. Dennis flitzte gleich von meinem Kopf nach vorne um zu sehen, was es dann ist...mit Tränenerstickter Stimme sagte er:" Es ist eine Rosine"

also ein kleines Mädchen...nun konnte die Namenssuche ja mal losgehen, für einen Jungen waren wir uns ja einig, aber bei einem Mädchen nicht. Nach zwei Tagen einigten wir uns dann auf Florentina.
Auch mir liefen vor Glück die Tränen...die Hebamme musste diesen einmaligen Augenblick natürlich auch noch zerstören, in dem sie zu meinem Mann meinte:
Gehen Sie sich mal die Nase putzen, so nen rumgeheule findet sie ja voll eklig und zu mir meinte sie, dass Florentina ruhig schon 2 Wochen früher hätte kommen können, sie hätte so schrumplige Haut, die sich schon lösen würde...mir war das dann aber wirklich schnurzpiep egal. Dennis schnitt noch die Nabelschnur durch, sie wurde kurz gewogen und vermessen (3850g, 53cm und 35cm KU) und mir dann nackisch zurück gegeben. Mein kleines Wunder...sie war total wach und schaute mich mit munteren Äuglein an, sie roch sooo gut und war sooo süß!!! Erst als ich zum Frühstück auf die Station kam, wurde sie angezogen, das fand ich total schön, sie so lange noch zu spüren. Sie trank ein klein wenig was und schlief sofort ein
Nachsatz: über die Hebamme habe ich mich schriftlich beschwert. Vor Kurzem habe ich ne Antwort bekommen, denn eine Infektion hatte ich zu 100% nicht. Die Ober-Hebamme, die Oberärztin und die besagte Hebamme wollen ein Gespräch mit mir führen, na da bin ich mal gespannt...)